Whatsapp führt Zwangsservice ein: Wer nicht zustimmt, fliegt raus

Whatsapp führt Zwangsservice ein: Wer nicht zustimmt, fliegt raus

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Whatsapp führt Zwangsservice ein: Wer nicht zustimmt, fliegt raus

Nach dem Whatsapp-Update zum Jahreswechsel folgt jetzt eine Veränderung des Datenschutzes. Elon Musk empfiehlt stattdessen einen alternativen Messenger-Dienst.

  • Beim Messenger Whatsapp* ändern sich die Datenschutzrichtlinien drastisch.
  • Wer nicht zustimmt, kann die Chat-App ab Anfang Februar nicht mehr nutzen.
  • Elon Musk empfiehlt jetzt den Whatsapp-Nutzern einen anderen Messenger-Dienst.

Update vom Freitag, 08.01.2021, 14.07 Uhr: Die neuen AGB von Whatsapp sorgen für Unmut bei vielen Nutzer des Messenger-Dienstes. Als Teil der neuen AGB müssen Nutzer bis zum 08. Februar 2021 zustimmen, dass Whatsapp mehr Daten mit dem Mutterkonzern Facebook teilen darf. „Zeit für Alternativen“, schreibt ein Twitter-User. Ähnlich sieht das anscheinend auch Tesla-Chef Elon Musk.

Messenger-Dienste wie Signal und Telegram seien bessere Alternativen, wenn man mit dem neuen Service von Whatsapp nicht einverstanden sei, twitterte auch Mike Butcher, Redakteur für das Technologie-Nachrichtenportal TechCrunch. Whatsapp teile persönliche Informationen, wie IP-Adresse, Telefonnummern und Kontakte, ohne die Möglichkeit, den neuen AGB nicht zuzustimmen. Einen wechsel zum Messenger-Dienst Signal empfiehlt offenbar auch Elon Musk. Er twitterte: „Benutzt Signal“.

Whatsapp führt im Dezember 2020 einen neuen Service ein: Wer nicht zustimmt, kann den Messenger künftig nicht mehr nutzen. (Symbolbild)

© Rene Traut through www.imago-images.de

Diesem Rat scheinen viele Nutzer zu folgen und von Whatsapp zu anderen Messenger-Diensten zu wechseln. Die App Signal verzeichnete einen so großen Ansturm, dass sich das Versenden der Verifizierungscodes verzögert. „Wir arbeiten daran, das so schnell wie möglich zu beheben“, twitterte Signal.

Experten erheben schwere Vorwürfe – Whatsapp äußert sich 

Update vom Freitag, 08.01.2021, 6.45 Uhr: Am Donnerstag (07.01.2021) hat Whatsapp seine Datenschutzrichtlinien erneuert. Bis zum 08.02.2021 müssen Nutzer des Messenger-Dienstes diesen zustimmen. Unter anderem geht es darum, wie Whatsapp Daten mit anderen Facebook-Unternhemen wie auch Instagram teilt. In den Medien kursierte die Vermutung, dass Facebook diese Daten zu Werbezwecken nutzen könnte.

Jetzt hat sich das Unternehmen zu den Vorwürfen gemeldet. Es gebe „keine Änderungen an den Praktiken der Datenweitergabe von Whatsapp in der europäischen Region (einschließlich Großbritannien), die sich aus den aktualisierten Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie ergeben“, sagte ein Whatsapp-Unternehmenssprecher dem Spiegel.

„Zur Vermeidung von Zweifeln: Es ist weiterhin der Fall, dass Whatsapp keine Whatsapp-Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook teilt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder von Anzeigen nutzen kann“, so der Sprecher weiter. Diese Aussage stimmt mit einem Tweet der Whatsapp-Managerin Niamh Sweeney überein.

Whatsapp führt neuen Zwangsservice ein

Update vom Donnerstag, 07.01.2021, 10.28 Uhr: Ab heute, Donnerstag (07.01.2021), ist es so weit: Die neuen Datenschutzrichtlinien von Whatsapp sind da. Der Messenger-Dienst schickt seit heute die neuen Datenschutzrichtlinien an seine Nutzerinnen und Nutzer. Wer Whatsapp weiterhin nutzen möchte, muss diesen bis zum 08.02.2021 zustimmen.

Neben den Datenschutzrichtlinien wurden auch die generellen Nutzungsbedingungen erneuert. Diesen muss ebenfalls zugestimmt werden.

Update beim Datenschutz: Whatsapp- und Facebook-Daten weiter verzahnt

Im Kern drehen sich die Änderungen in den Whatsapp-Datenschutzrichtlinien, beziehungsweise den Nutzungsbedingungen, um den Austausch und die Verarbeitung von Daten innerhalb der Facebook-Unternehmensgruppe, wie Macerkopf.de berichtet. In der Datenschutzerklärung heißt es konkret:

Als Teil der Facebook-Unternehmen erhält WhatsApp Informationen von den Facebook-Unternehmen und teilt auch Informationen mit diesen. Wir können mithilfe der von ihnen erhaltenen Informationen und sie können mithilfe der Informationen, die wir mit ihnen teilen, unsere Dienste bzw. ihre Angebote, einschließlich der Produkte von Facebook-Unternehmen, betreiben, bereitstellen, verbessern, verstehen, individualisieren, unterstützen und vermarkten. 

Auszug aus den geänderten Datenschutzrichtlinien von WhatsApp

Die neuen Bestimmungen werden Whatsapp-Nutzern beim Öffnen der App angezeigt. Laut Whatsapp soll der Datenaustausch für einen besseren Service sorgen. Allerdings könnte durch den neuen Service auch die Monetarisierung innerhalb der Facebook-Gruppe vorangetrieben werden, so macerkopf.de. Dafür könnte die Präzisierung der Daten, die der Facebook-Konzern über seine Nutzer sammelt, verantwortlich sein.

Whatsapp mit Zwangs-Service: Wer nicht zustimmt, fliegt aus dem Messenger

Erstmeldung vom Mittwoch, den 9.12.2020: Kassel – Zu Weihnachten gibt es von Whatsapp noch ein Geschenk in Form eines Updates. Doch nicht jedem Nutzer dürfte das gefallen. Während einige Änderungen für Nutzer ganz nett sind, könnte ein neuer Service viele User abschrecken. Doch die guten Nachrichten zuerst.

Whatsapp
Entwickler Whatsapp Inc./Facebook Inc.
Erscheinungsjahr 2009
Kategorie Instant Messaging
Deutschsprachig ja

In der Vergangenheit hat Whatsapp mehrere neue Funktionen* eingeführt – so auch in den vergangenen Tagen: Bei dem aktuellen Update wurden mehrere neue Hintergrundbilder für die Chats zur Verfügung gestellt. Herzen für die Schwester, das Haustier für den Vater – Hintergrundbilder können individuell auch mit eigenen Fotos bei der Messenger-App variabel in einzelnen Chats angepasst werden.

Ähnlich wie beim Konkurrenten Snap Chat gibt es bei Whatsapp seit kurzem die Möglichkeit für ablaufende Nachrichten. Das sind Mitteilungen, die sich im Fall von Whatsapp nach sieben Tagen automatisch aus der Unterhaltung löschen.

Whatsapp-Update zu Weihnachten: Messenger will mit Nutzern in Kontakt treten

Außerdem wurde eine Funktion eingeführt, bei der die Nutzer einfacher auf einen Rutsch mehrere Chats und Bilder löschen können, um so mehr Speicherplatz zu gewinnen. Beides verkündete das Unternehmen über die Internetplattform Twitter. Aber auch die Möglichkeit einen Chat nicht nur zeitweise, sondern immer stumm zu schalten, ist neu.

Doch das struggle noch nicht alles: Zukünftig plant der Messenger-Dienst Whatsapp selbst Nachrichten an seine Benutzer zu schicken, um in Kontakt mit ihnen zu stehen. Auf diesem Wege will Whatsapp seine Reichweite vergrößern. Hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Dublin (Irland) zuvor Neuerungen über seinen Blog, der Videoplattform YouTube oder auf sozialen Netzwerken wie Twitter angekündigt, wollen die Iren nun neue Wege gehen. Denn häufig gehen Veränderungen und neue Funktionen an den Nutzern vorüber.

Update bei WhatsApp: Der Messenger Dienst möchte künftig direkt mit den Nutzern kommunizieren – wer dem nicht zustimmt, kann die App dann nicht mehr nutzen.

© Zacharie Scheurer/dpa

Update: Whatsapp-Nachrichten vom Messenger selbst kommen bei jedem Nutzer an

Das soll sich jetzt ändern, wie unter anderem merkur.de berichtet, plant Whatsapp eine brutale Änderung*: So sollen Neuerungen in Whatsapp zukünftig direkt in der App an die Nutzer kommuniziert werden, so der Plan. Es soll in der Nachrichten-App zukünftig einen Bereich geben, in dem Änderungen für die Nutzer angezeigt werden, vermutet auch WABetaInfo.

Mit diesem Zusatz in Whatsapp soll verhindert werden, dass Technik-Laien über Neuerungen häufig erst aus den Medien erfahren. IT-Experten halten diese Neuerung für sehr sinnvoll, um das Informations-Leck zu schließen.

Trotzdem gibt es einen Haken. Damit Whatsapp in direktem Kontakt zu seinen Nutzern stehen kann, müssen diese aktiv den neuen Nutzungsbedingungen in der App zustimmen. Das ist nach Informationen WABetaInfo jedoch nur bis 08.02.2021 möglich. Wer den neuen Bedingungen bis zum Ablaufdatum nicht zustimmt, soll den Messenger-Dienst Whatsapp zukünftig nicht mehr nutzen können.

Großer Schritt beim Messenger-Dienst: Nutzer müssen nach WhatsApp-Update zustimmen

Ein drastischer Schritt, den das Unternehmen mit Hauptsitz in Irland geht. Bislang stimmten die Nutzer den Nutzungsbedingungen einmalig nach dem Download und Einrichten der App zu und gaben somit allen folgenden Neuerungen passiv ihr okay durch die weitere Nutzung.

Doch dieses Mal ist alles anders: Die Änderung zu mehr Transparenz und zugänglicheren Informationen sind so groß, dass es einer aktiven Einwilligung der WhatsApp-Nutzer bedarf. Mit dem Nachteil, dass User, die nicht rechtzeitig handeln, den Zugriff auf die App verlieren könnten.

Bei WhatsApp gibt es nun ein neues Feature, durch das Nachrichten nach sieben Tagen gelöscht werden. Was Nutzer wissen müssen, erfahren Sie hier. Die EU will die Verschlüsselung in Messaging-Diensten wie Whatsapp und Signal durch eine Hintertür umgehen. Datenschützer sind alarmiert. (tli und Lucas Maier) *hna.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Rene Traut through www.imago-images.de

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